DER HUBERTUS-APOTHEKE-BOGEN
         
1948 hat der Apotheker Fritz Ehmann gemeinsam mit seiner Frau und Kollegin Wiltrud Ehmann die Florian-Apotheke in Bogen gegründet. Sein Sohn Dietrich Ehmann stieg in seines Vaters Fußstapfen und eröffnete am 8. Januar 1968 die Hubertus-Apotheke in der Bahnhofstraße - ebenfalls mit seiner Frau Apothekerin Ulrike Ehmann. Die junge Apotheke wuchs mit freundlichem und familiärem Engagement heran. Mehr und mehr entdeckte der Apotheker Dietrich Ehmann die Sahara. Er fing an regelmäßig medizinische Beratung und Versorgung auch in Afrika anzubieten, während seine Frau die heimische Apotheke betreute. Nach seinem frühen Tod 1989 übernahm Frau Ulrike Ehmann die Leitung der Apotheke und wirkte ganz entschieden auf die Modernisierung der Räumlichkeiten hin. Eine helle, freundliche Atmosphräre lädt Sie nun zum ausführlichem Beratungsgespräch ein.
Im September 2000 trat die dritte Ehmann-Generation in die Hubertus-Apotheke ein, der Sohn und Apotheker Hannes Ehmann. Mit Charme, Elan und Mutters Erfahrung fing er an die Apotheke zu dem fortschrittlichen Dienstleistungsunternehmen zu führen, welches es heute ist.Übrigens der nächste Ehmann-Sprößling ist schon auf der Welt und freut sich erstmal des Lebens.
         
 DES APOTHEKERBERUFES
         

Die Apotheke
Die erste öffentliche Apotheke wurde gegen Ende des 8. Jahrhunderts von Kalif Almansor (Al Mansur) in Bagdad gegründet. Unser heutiger Begriff Apotheke ist von dem griechischen Wort für"Aufbewahrungsort" abgeleitet. Damit wurde zuerst ein Kramerladen als auch ein Lagerhaus bezeichnet.

Der Apothekerberuf
Die Entstehung des Berufstandes der Apotheker wird aus heutiger Sicht mit der Medizinalordnung Kaiser Friedrich II aus dem Jahre 1240 verbunden. (Edikt von Salero) Darin Wurde die Trennung von Arzt und Apotheker festgeschrieben.

Der Apothekereid
Auch die Apotheker wurden in früherer Zeit (seit der Constitutio von Melfi im 13. Jh.) durch Eid zur gewissenhaften Erfüllung ihrer Berufsaufgaben verpflichtet. Diese Eidleistung blieb bis in das 20 Jh. bestehen und wurde erst dann durch entsprechende Regelungen abgelöst.

Die Apothekersymbole
Der Apothekenmörser wird auch als Urgerät der Apotheke bezeichnet. Er diente zur Zerkleinerung von Gewürzen und Drogen. Daneben gelten auch Waagensymbole und die Aeskulap-Schlange in Verbindung mit der Apothekerschale als Wahrzeichen der Apotheken.

Der Apothekerberuf in Kunst und Kultur
Die Fazination des Apothekerberufes spiegelt sich auch in Kunst und Kultur; auf der Bühne in"Der Apotheker" von Joseph Haydn oder in "Doktor und Apotheker" von K. Ditters von Dittersdorf; in der Literatur in "Komet" von Jean Paul, "Apotheker von Chamounix" von Gottfried Keller oder in "Die Apothekerin" von Ingrid Noll um nur einige Beispiele zu nennen.

Die heutige Apotheke
In unserer Zeit hat sich die Apotheke zu einem leistungsfähigen und modernen Unternehmen gewandelt. In Deutschland versorgen rund 21500 Apotheken an 365 Tagen im Jahr lückenlos die Bevölkerung mit Medikamenten. In Umfragen zur Kundenzufriedenheit belegen die deutschen Apotheken in der Regel vordere Plätze. Als weiteres Symbol undMarkenzeichen hat sich das rote "Apotheken-A" des deutschen Apotheker Verbandes (DAV) etabliert.

         
   DES HL. HUBERTUS
         

Am 3.Nov eines jeden Jahres begehen die Jäger den Hubertustag, das Fest ihres Schutzpatrons für Jäger und Hunde. Der heilige Hubertus war zwar als Bischof von Maastricht und Tongern eine schon zur Lebzeiten (658 bis 727) allseits anerkannten und verehrte Persönlichkeit der Zeitgeschichte. Doch die “Bekehrung³ hat es nie gegeben, ohne dass die Auswirkung der Legende an Bedeutung verloren hat. Tatsächlich hatte diese “Bekehrung" andere Ursachen und ist nur aus der mystischen Hinwendung dieser Zeit zu verstehen.

Unter anderem starb seine Vermählte Floribunda, Tochter von Dagobert, Graf von Lovain, im ersten Wochenbett. Hubertus, der sie sehr geliebt hatte, stellte sich die Frage: Warum das mir? ­ So suchte er darauf im Schmerz die einsamen, weiten Wälder auf, um Vergessen in der Jagd zu finden.

Doch seine Ruhe fand er nicht; da mag ihm eine innere Stimme gesagt haben, was die Legende dichtend den Hirschen sprechen lässt. Im Jahre 709 beginnt Hubertus seine bischöfliche Tätigkeit, denn der bei der Bischofsweihe überreichte Schlüssel als Symbol des Öffnens und Schließens ­ Bindens und Lösens ­ gibt den ersten Hinweis auf den Wandel zum Jägerpatron, weil nach der weiteren Legende Hubertus mit seinem goldenem Schlüssel den von tollen Hunden Gebissenen Heilung verschaffte. Der Heilige wurde ab diesem Zeitraum gegen Tollwut und die damit verbundene Wasserscheu angerufen. So muss sich allmählich dadurch der Ruf als Jägerpatron bis in die heutige Zeit gebildet und gefestigt haben.

Was hat es nun überhaupt auf sich, dass gerade in der Jägerei noch immer so viel Aufhebens um ihren Schutzheiligen macht, während doch die geistigen Patrone so vieler anderer Stände, Handwerke und Gewerbe längst außer Kurs geraten sind?

Die Jäger glauben, es steckt mehr dahinter als betont bewahrende Anhänglichkeit an alte Bräuche. Nicht zufällig sind es neben dem jagerischen Hubertus nur noch ein paar wenige Bauernheilige. Legendär sind es eben Symbolgestalten für das übersinnliche Walten der Natur, die als “Gottheiten der Tiere³ weit in die menschheitsgeschichtliche Frühzeit reichen.

So sollte der Hubertustag in unserer Zeit immer wieder ein Anlass sein, uns auf unserer Abhängigkeit von der Natur zu besinnen und die Visionen des heiligen Hubertus als Abkehr von der menschlichen Überheblichkeit der Mitwelt gegenüber auszulegen.
Mehr Menschen als je zuvor müssten verstehen können, welchen Sinn die Hubertuslegende für die heutigen Jäger hat: Hubertus als Zeichen dafür, dass sich der Mensch nicht maßlos an der Schöpfung versündigen darf.